xhtml_trans xhtml Andrea Costa Engineering: Fachwissen

Warum Klima-Engineering?

Unsere Ansprüche an ein Gebäude sind in diesen Jahrzehnten gestiegen, deutlich sogar: einerseits Komfort und Behaglichkeit - besonders am Arbeitsplatz - werden groß geschrieben; es ist mittlerweile bewiesen, dass Wohlbefinden und Produktivität von Mitarbeitern stark davon abhängen. Andererseits werden hohe Energieeffizienz und Einsparung von fossilen Brennstoffen mittlerweile als selbstverständlich angesehen. In wenigen Jahren sollen nach der EU Richtlinie 2010/31/EU vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sämtliche neue Gebäude praktisch in Netto-Null-Energie Qualität geplant werden, d.h. sie werden so nur viel Energie verbrauchen dürfen wie sie auch erzeugen können. Diese Gebäude sind keine Zukunftsmusik oder gar unmöglich. Sie werden heute schon gebaut, mit gutem Erfolg. Doch das ist noch nicht "Stand der Technik". Warum?

Ein wichtiger Faktor ist die Wirtschaftlichkeit. Unsere Anforderungen an Komfort und Energieeffizienz sind gestiegen, die Kosten für Planung und Bau sollen aber womöglich niedrig bleiben.

Ein weiterer Faktor ist ?Wissen?, wenn wir mit den Gesetzen der Physik ringen müssen: heizen, kühlen, lüften und beleuchten mit natürlichen Mitteln ist zwar eleganter aber auch diffiziler als mit herkömmlichen technischen Mitteln, da die treibenden Kräfte bei der Nutzung von energieneutralen Alternativen meistens sehr klein sind. Wenn das Konzept nicht optimal durchdacht, geplant und umgesetzt wird, funktioniert es danach nicht oder nicht zufriedenstellend. Man denke an einer Nachtkühlung nur durch natürliche Lüftung, eine freie Raumkühlung ohne Kältemaschine, eine Beleuchtung ausschließlich mit Tageslichtnutzung, etc.

Wie kann ein Gebäude so geplant werden, dass seine Funktion einwandfrei erfolgen kann, dass thermisches und visuelles Innenklima optimal sind und dass seine Gesamtkosten erschwinglich bleiben? Das Potential steckt in der Frühabschätzung von architektonischen und energetischen Szenarien, also am Projektanfang, wenn noch genug Raum da ist für neue Ansätze und Entwürfe. Die Frühabschätzung soll kollektiv zwischen Architekten, Fachplanern und Bauherrn/Nutzer erfolgen, anhand von einem Modell, das das Gebäude in seiner Funktion korrekt abbilden kann und genaue nachvollziehbare Ergebnisse liefert, anstatt nur grober Abschätzungen.

Dieser planerische Ansatz nennt sich Integrale Planung und der Klima-Ingenieur ist das Bindeglied im Planungsteam. Als unabhängiger Berater untersucht er Konzepte und Szenarien, setzt dafür thermisch-dynamische Simulationen ein, wertet damit den architektonischen Entwurf auf und erhöht die Planungssicherheit im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung.

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